Sport auf dem Zweirad

Was Zweiräder sind, verrät schon ganz deutlich der Name: ein Zweirad ist ein Fahrzeug mit eben genau zwei Rädern und damit im Gegensatz zu einem zweispurigen Auto nur einspurig. Dabei gibt es Zweiräder sowohl mit als auch ohne Motor, das erste wären ganz simple Fahrräder, das Zweite Mofas oder Mopeds bis hin zu den ganz PS-starken Motorrädern.

Interessant ist dabei das deutsche Recht, dass selbst Motorräder mit einem Beiwagen – und somit einem dritten Rad und einer zweiten Spur – als einspurig betrachtet und somit ebenfalls als Zweiräder beschreiben. Dabei sind Zweiräder, egal ob diese durch einen Motor oder aber mit reiner Muskelkraft angetrieben werden, keine Erfindung der Neuzeit, tatsächlich tauchten die ersten Zweiräder lange vor dem ersten Auto auf, nämlich schon 1817.

Das Prinzip der Zweiräder geht zurück auf den Freiherrn Karl von Drais, der als Forstmann arbeitete und als Erfinder von sich reden machte. Seine damalige Erfindung, die „Draisine“, war allerdings noch weit entfernt von den heutigen Zweirädern, legte aber tatsächlich deren Grundstein. Die Draisine jedoch hatte zwar bereits zwei hintereinander angeordnete Räder, wurde auch mit den Füßen und mittels Muskelkraft bewegt, aber mehr in einer Art Lauftechnik – Pedale hatte dieser frühe Vorläufer der heutigen Zweiräder nämlich noch nicht.

Allerdings war damit der Grundstein zu den modernen Fahrrädern und Motorrädern gelegt, auch wenn die Draisine damals zwar als neuartige Erfindung galt, aber recht bald wieder von der Bildfläche verschwand. Ein paar Jahre später allerdings wurde die Geschichte für Zweiräder neu geschrieben, als die Pedale als Antriebsmöglichkeit – immer noch mit reiner Muskelkraft – betrieben werden konnte.

Noch später kamen dann die ersten Dampfmaschinen für Zweiräder auf, welche wiederum als Vorreiter der modernen Motorräder gelten, jedoch waren erste Modelle als Dreirad konzipiert. 1894 kamen dann die ersten Zweiräder mit Benzinmotor auf und es waren schließlich die US-Amerikaner, welche echte Motorräder im großen Stil herstellen sollten. Robert Bosch erfand dann 1901 gar die Magnetzündung und der Boom der Motorräder war nicht mehr aufzuhalten.

Allerdings waren es wieder die Amerikaner, welche mit der Firma „Indian“ die größte Motorradfirma der Welt stellten. Nach dem ersten Weltkrieg lief jedoch eine neue Firma den „Indians“ den Rang ab: Harley Davidson, die selbst diesen Titel jedoch selbst nicht lange halten sollten.

Heute sind Zweiräder, egal ob als Fahrrad oder Motorrad, populärer den je. Auf dem Motorradmarkt sind jedoch nicht mehr die Amis die Nummer eins, sondern die Japaner – Honda ist weltweit der Marktführer im Motorradebau und das bereits seit den 70er Jahren.